Kläranlagen können mehr als Wasser reinigen

Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass in Sachen Energiepolitik ein Umdenken notwendig ist, dabei geht es nicht nur darum, dass Sie im Haushalt Strom sparen oder beim Auto alternative Antriebstechnologien zum Einsatz kommen. Ein Phänomen, dass wir alle tagtäglich und natürlich produzieren, ist, unter gewissen Umständen, in der Lage, tatsächlich Energie zu erzeugen. Die Rede ist von Abwasser, das in kommunalen Kläranlagen mit Hilfe spezieller Bakterien nicht nur gereinigt wird, sondern ganz nebenbei Strom erzeugt.

Nachhaltige Energieversorgung der Haushalte

Weltweit wird an der Entwicklung mikrobieller Brennstoffzellen gearbeitet, die bei der Abwasserreinigung in Kombination mit der Einwirkung gewisser Metalle tatsächlich Strom produzieren. Derzeit sind diese Zellen noch im Miniformat im Einsatz und auch wenn mit Hochdruck an der Entwicklungsmöglichkeit großer Anlagen gearbeitet wird, wird es bis zu dieser Form der Energietrendwende noch einige Jahre dauern. Dabei kennt man das Prinzip der Bio-Brennstoffzellen bereits seit knapp einem Jahrhundert. Diesbezüglich sind sogenannte metallreduzierende Bakterien entscheidend, die ihren eigenen Bedarf an Energie durch den Abbau von Abfallstoffen decken und die Elektronen, die dabei entstehen, an Elektroden übertragen werden können. Damit wäre gewährleistet, dass Strom fließt.

Strom aus der Kläranlage ist sauber

In Kläranlagen sind mehr als 3.000 unterschiedliche Arten von Bakterien vorhanden, welche davon zur Energiegewinnung herangezogen werden können, ist noch nicht eindeutig erforscht. In jedem Fall steht fest, dass vor allem problematische Arten wie etwa die, die in Antibiotika vorkommen, dazu in der Lage sein sollen. In jedem Fall geht es nun auch darum, die Elektroden, die den Strom weiterleiten sollen, in Form und Material so zu entwickeln, dass eine möglichst hohe Effizienz erreicht werden kann. Die Entwicklung dazu ist vielversprechend. So soll es bereits Forschern gelingen, im kommenden Jahr eine kühlschrankgroße Anlage zu bauen. Der nächste Schritt wäre dann die industrielle Nutzbarkeit, wobei vor allem spezielle Abwässer von Lebensmittelkonzernen bzw. Brauereien etc. zur Verwendung kommen könnten. Gerade aber auch Kläranlagen selbst haben einen sehr hohen Energieaufwand, denken Sie an die enorme Geruchsbelastung und die aufwendige Belüftung, der in einer großen kommunalen Anlage zum Einsatz kommen muss. Wissenschaftler und Techniker sprechen davon, dass die Effizienz der Energiegewinnung aus Abwasser dreimal so hoch sein könnte, wie der eigene Energiebedarf, den eine Kläranlage selbst verbraucht. Damit wäre eine neue Dimension an Produktivität geschaffen, die vor allem in letzter Konsequenz der Allgemeinheit zu Gute käme und zur weniger Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen führen könnte.

Idee mit weitreichende Konsequenzen

Neben der Effizienz der gründlichen Wasserreinigung könnte bei der Energiegewinnung aus Kläranlagen genau dieser zweite Nutzen ein Umdenken bewirken. Auch wenn die Kosten derzeit noch hoch sind, hat dieses Projekt in jedem Fall Zukunft und kann in der Folge 10 % der kommunalen Energieversorgung übernehmen. Es wird aber nicht nur Strom erzeugt, sondern gleichzeitig dieser eingespart, sodass auch hier ein doppelter Effekt zum Tragen kommt. Gerade für Gemeinden ist eine Unabhängigkeit von Energieversorgern wichtig und das Schlagwort „Energieautark“ bekäme eine neue Dimension.

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Die neusten Energiemodelle für die Umwelt

Die Kohlendioxyd-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent zu verringern, so lautet das Ziel des von der EU-Kommission vorgestellten »Energiefahrplan 2050«. Es gibt 4 Gestaltungsmöglichkeiten, mit denen das angestrebte Ziel erreicht werden kann. Für welche sich die einzelnen Länder der EU entscheiden, bleibt diesen selbst überlassen, solange der Emissionsausstoß bis zum angegebenen Datum vermindert wird. Die sogenannten »Hauptdekarbonisierungswege» sind die Erhöhung der Energieeffizienz, ein zu verantwortender Anteil der Kernenergie, eine Erhöhung der erneuerbaren Energien und die Trennung von Co2 bei der Verstromung.

Erhöhung erneuerbarer Energien/Anteil Kernenergie

Diese zwei Aspekte der Hauptdekarbonisierungswege sind besonders interessant zu vergleichen, weil es innerhalb der EU völlig unterschiedliche Wege gibt, diese einzusetzen. In Deutschland gibt es seit 2011 eine grundlegende Entscheidung zum Atomausstieg. Hier ist die BRD ganz klar Vorreiter in der EU. Um ein gegensätzliches Beispiel aus der EU zu nennen, sei Frankreich genannt. Die Französische Republik erzeugt fast 75% ihres Stromes durch Kernreaktoren und ein weiterer ist sogar in Bau. Aber ganz egal wie man sich in Europa zu diesem Thema entscheidet, bis 2050 müssen 55% des Energieverbrauchs über erneuerbare Energien abgedeckt werden können. Mit diesem Ziel wiederum ist die EU Vorreiter in der Welt. Ob es hier entsprechende Nachzügler gibt, wird sich zeigen.

Erhöhung Energieeffizienz/Trennung von CO2

Einer der größten „CO2-Sünder“ sind die Kohlekraftwerke zur Erzeugung von Strom. Hier muss eine Trennung der Verstromung von Kohle stattfinden. Eine moderne Speicherung von Strom durch regenerative Energien kann das möglich machen. Oft ist die Speicherung und nicht die Gewinnung des Stroms das »Problem«. Moderne Entwicklungen die dies bewerkstelligen, können den Strompreis im Laufe der nächsten 20 Jahre in die Höhe treiben. Um diesen Anstieg gering zu halten, ist Gas in der Lage eine solche Brückenfunktion einzunehmen. 40% des weltweiten CO2-Ausstoßes werden durch Gebäude verursacht. Das Energiesparpotenzial ist mit Modernisierungen in sehr großem Ausmaß gegeben. Auch bei der Energieeffizienz von Bauwerken ist Deutschland einer der Vorreiter. Stattliche Anreize können, neben den Kosteneinsparungen, bei den Immobilienbesitzern dafür sorgen, dass diese ihre Gebäude energieeffizient dämmen. Der Trend hin zum »Grünen-Haus« oder »Passivhaus« ist vor allem in Europa schon seit einigen Jahren vorhanden.

Energiemix

Jedem Land innerhalb der EU wird selbst überlassen, welchen Energiemix es für am besten hält. Ist die Einsicht zum Umdenken vorhanden, stehen, natürlich nicht nur den europäischen Ländern, die 4 Hauptdekarbonisierungswege zur Verfügung. Doch diese Frage muss jedes Land individuell für sich lösen, denn nicht jeder Energiemix ist bis 2050 auf alle Staaten anwendbar. Ist dieser Schritt gegangen oder in Planung, fehlt zur optimalen Vollendung ein intelligentes europaweites Energienetz. Um den CO2 –Ausstoß auf der Welt nachhaltig zu senken, darf es in Sachen Energietransport keine Landesgrenzen geben. Ob die ersten wichtigen Maßnahmen eingeleitet werden, wird schon in baldiger Zeit zu sehen sein.

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Warum Wasser sparen sinnvoll ist

Wasser gehört zu den wichtigsten Lebensmitteln, das immer kostbarer wird, je knapper die Wasservorräte weltweit werden. Wer glaubt, es schade nicht, Wasser zu vergeuden, irrt – jeder sollte sich bewusst machen, dass es sich lohnt, Wasser zu sparen. Es gibt viele effektive Möglichkeiten, um die Umwelt zu schonen und Kosten zu senken.

Handlungsbedarf für jeden – Wasser wird weltweit knapp

Fachleute beobachten schon seit vielen Jahren einen beunruhigenden Trend: Die Wasservorräte werden auf Grund des überaus hohen Bedarfs weltweit immer geringer. Doch ohne Wasser geht nichts – Wasser ist lebensnotwendig für die Gesundheit des Menschen und der Natur. Es ist ein immerwährender Kreislauf: Ohne Wasser gedeihen keine Pflanzen, ohne Pflanzen gibt es keine Nahrung für Mensch und Tier – schließlich wäre das Leben ohne Wasser nicht mehr möglich. Oft wird nur vordergründig wahrgenommen, wozu Wasser benötigt wird: Für die tägliche Körperhygiene, zum Kochen und um den Durst zu löschen. Doch beim Bedarf an Wasser ist, bei einer Weltbevölkerung von rund 7 Milliarden Menschen und immer stärkeren Auswirkungen des Klimawandels, ein Umdenken unumgänglich. Intensiv betriebene Landwirtschaft, Dürreperioden und Waldrodungen sind nur wenige Beispiele für die Ursachen von dramatischem Absinken des Grundwasserspiegels in vielen Regionen der Erde. Wenn auch der Wasserverbrauch in der Bundesrepublik eine vorbildliche Bilanz aufweist, ist es dennoch sinnvoll, Wasser im täglichen Gebrauch einzusparen.

Mit wenig Aufwand effektiv Wasser und Kosten sparen

Mit dem Senken des Wasserverbrauchs können Sie ganz praktisch in Bad und Küche beginnen: Das Einsetzen eines speziell konstruierten Duschkopfes ermöglicht bei jedem Duschgang effektives Wassersparen – die Kosten sinken spürbar auf bis zu 80 Euro jährlich. Wenn Sie darauf achten, den Geschirrspüler und die Waschmaschine ausreichend zu befüllen, sparen Sie ebenfalls effektiv. Auf einen Vorwaschgang können Sie bei beiden Haushaltsgeräten getrost verzichten – damit können Sie jährlich bis zu 150 Euro Kosten sparen. Auch bei anderen, alltäglichen Arbeiten kann der Wasserverbrauch gesenkt werden: Beim Autowaschen oder bei der Gartenarbeit – indem Sie beispielsweise Regenwasser zum Gießen sammeln indem Sie eine Zisterne einbauen. Doch sollte bei allen vorbildlichen Sparmaßnahmen bedacht werden, dass es neue Probleme aufwirft, wenn etwa zu wenig Wasser durch die Kanalisationsleitungen gespült wird. So paradox es klingt – Wassersparen ist also nicht durchweg positiv.

Wasser sparen ja – aber nicht um jeden Preis

Die Folgen durch erhöhten Wasserverbrauch sind mehr global als regional auf Deutschland zu beziehen, da ein zu hoher Verbrauch der wertvollen Ressource schon seit längerer Zeit rückläufig ist. Fließt zu wenig Wasser durch die Leitungen, setzen sich leichter Keime und Krankheitserreger ab das Kanalisationsnetz wird anfällig und es muss in aufwendige Rohrinstandsetzungen investiert werden. Wie in vielen Bereichen ist es nützlich, einen guten Mittelweg zu finden – Wasser sparen ist schließlich dennoch nötig, da es eines der wertvollsten Lebenselemente darstellt. Wer damit beginnt, beim Zähneputzen oder Abwaschen das Wasser nicht ständig laufen zulassen oder duscht statt badet, hat einen guten Anfang gefunden.

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Energiegewinnung aus Wasserkraft

Wasserkraft gehört zu den erneuerbaren Energien. Die Entwicklung nachhaltiger Energieformen ist heute wichtiger denn je – dabei erhält die Wasserkraft einen besonders hohen Stellenwert. Schon in frühester Geschichte haben sich die Menschen Wasserkraft in Form von mechanischem Antrieb zu Nutze gemacht. Die Planung von Wasserkraftwerken sollte unter Betrachtung aller Gesichtspunkte erfolgen, auch der möglichen Nachteile.

Wasserkraft – für eine zukunftsorientierte Energiegewinnung

Um Energie aus Wasserkraft zu gewinnen, werden Wasserkraftwerke benötigt, die mittels Turbinen elektrischen Strom erzeugen, indem diese spezielle Generatoren antreiben. Der Aufwand dazu ist vergleichsweise gering – die Energiegewinnung dagegen äußerst hoch, daher ist diese Form der Energiegewinnung auch besonders ressourcenschonend. Welches Wasserkraftwerk letztendlich gebaut wird, richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten – ideal ist, wenn das strömende Wasser eines Fließgewässers genutzt werden kann, ohne dass ein zu hoher Fallunterschied mit Pumpen ausgeglichen werden muss. Bei der Stromerzeugung im Wasserkraftwerk geht sehr wenig Energie verloren, auch gehören die Kraftwerke zu den besonders langlebigen und amortisieren sich innerhalb einer ökonomisch sinnvollen Zeit. Speicherkraftwerke besitzen außerdem die Eigenschaft, gleichzeitig als Hochwasserschutz zu fungieren, da sie bei hohen Wasserständen regulierend wirken – was einen weiteren Vorteil für die Schifffahrt auf Flüssen bedeutet. In speziellen Wasserkraftwerken können Ebbe und Flut zur Energiegewinnung genutzt werden, auch die Meeresströmung kann mittels Unterwasserturbinen in Energie umgewandelt werden.

Zwischen Euphorie und kritischer Betrachtung: Die Nachteile von Wasserkraftwerken

Wenn Sie sich vor Ort ein Bild über die Veränderungen durch den Bau eines Wasserkraftwerks machen, werden Sie feststellen, dass in den natürlichen Lebensraum eingegriffen werden musste. Dabei können durchaus wertvolle, ökologische Nischen zerstört werden, wenn gleich sich die Planer bemühen, möglichst wenig in das natürliche Gleichgewicht einzugreifen. Doch alleine das Aufstauen eines Gewässers erfordert massives Eingreifen in die Natur – in manchen Fällen müssen sogar Umsiedlungen der Bevölkerung in Kauf genommen werden. Auch Fischbestände können unter dem Bau eines Wasserkraftwerks reduziert werden, selbst wenn versucht wird, die Schäden so gering wie möglich zu halten, beispielsweise durch das Erstellen von Fischpässen, damit die Fische bei ihren Wanderungen die unnatürlichen Hindernisse überwinden können. Nachteile muss auch die anliegende Landwirtschaft in Kauf nehmen, da nach dem Bau eines Wasserkraftwerks oftmals die umliegenden Ackerflächen und Wiesen durch Versandung nicht mehr genutzt werden können. Ein großer Nachteil liegt auch in der möglichen Verunreinigung des Grundwassers, die durch die hohe Flächenversiegelung nicht immer auszuschließen ist.

Gründliches Abwägen aller Gesichtspunkte als Entscheidungshilfe

Bei aller Freude über die technischen Errungenschaften zur nachhaltigen Energiegewinnung ist es wichtig, die Auswirkungen in Betracht zu ziehen, die beim Bau eines Wasserkraftwerks auf das gesamte Habitat entstehen. Der Bau einer solchen Anlage erfolgt unter den strengen Gesichtspunkten der Wasserrahmenrichtlinien, womit gewährleistet ist, dass kein ökologisch hochwertiges Areal großflächig zerstört wird. Eventuelle Nachteile – wie die Störung des natürlichen Fischzugs – müssen durch entsprechende Maßnahmen abgefedert werden. Unter Berücksichtigung des natürlichen Gleichgewichts jedoch ist die Energiegewinnung aus Wasserkraft ein äußerst umweltfreundliches und für die Nachwelt zukunftsorientiertes Energiekonzept, da sich die Gesamtbelastung erheblich reduziert. Außerdem ist Wasserkraft, trotz wetterbedingter Schwankungen der Wasserstandshöhe, dauerhaft verfügbar.

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Das Prinzip der Meerwasserentsalzung

Ein Blick von oben auf die Erde zeigt, dass unser Planet von einer großen Wasserfläche bedeckt ist. Und dennoch ist Wasser ein rares Gut. Der größte Anteil des Wassers auf der Erde ist Salzwasser und eignet sich daher nicht als Trinkwasser. Es bedarf also einer Möglichkeit aus Salz- Trinkwasser zu gewinnen.

Verdunstung wie beim Kochen

Techniken, um aus Salzwasser das erstrebte Trinkwasser zu gewinnen gibt es heute viele. Eine einfache Möglichkeit ist es, durch Verdunstung Salz und Wasser voneinander zu trennen. Was auf einem Küchenherd ganz einfach funktioniert, zeigt sich aber in größerer Dimension problematisch. Denn um viele Kubikmeter Wasser auf Siedetemperatur zu bringen, sind große Energiemengen notwendig. Für diese Technik wird daher auf Kraftwerke zurückgegriffen. Durch Abwärme kann das Salzwasser auf 115 Grad erwärmt werden. Der Wasserdampf ist salzfrei und bildet nach dem Abkühlen trinkbares Wasser. Bei den meisten Anlagen wird die gewonnene Salzlaufe bzw. das Süßwasser weiter für den Kühlvorgang verwendet. Am Ende gewinnt man Wasser und Salz. Die meisten dieser Anlagen sind an Kraftwerken mit konventionellen Energielieferanten angeschlossen. Besonders umweltfreundlich ist die Technik daher nicht. Jedoch können große Anlagen bis zu 500.000 Kubikmeter Wasser am Tag entsalzen.

Innovation mit Wind

Ein anderes Verfahren bedient sich bei der Entsalzung der Kraft des Windes. Diese Entsalzungsanlagen nutzen das Prinzip der Umkehr-Osmose. Dafür muss nicht der Umweg über Stromerzeugung genommen werden. Durch die Windkraft kann das Wasser angesaugt werden. Dieses Wasser kann dann auch mit Kraft durch die Filter gepumpt werden. Bei dem Verfahren wird das Meerwasser unter hohem Druck durch eine semipermeable Membran gepresst. Dieser Filter ist so fein, dass er nur bestimmte Ionen und Moleküle durchlässt. Man erreicht daher wieder eine Aufspaltung in Salz und Wasser. Dem Wasser wird anschließend meist Kalk hinzugefügt, weil die Lösung sonst Reinwasser wäre und zum Trinken eher ungeeignet. Da in einer solchen Anlage das Wasser komplett in seine Bestandteile getrennt wird, kann sie auch als Klärstufe eingesetzt werden. Ergänzende Verfahren, wie eine UV-Bestrahlung, können auch aus Schmutzwasser wieder trinkbares Wasser machen. Für die Entsalzung und Reinigung von Wasser bedarf es auch nicht immer großer Anlagen. Eine Filteranlage für den Bedarf eines Haushalts passt praktisch unter jedes Waschbecken. Für eine Lösung für Staaten und Inseln sind diese Konzepte jedoch zu klein.

Eine Verbindung der Verfahren

In diesem Text wurden nun zwei mögliche Techniken genannt. Daneben ließe sich die Möglichkeit der Membrandestillation anführen. Dieser Filter lässt Wasser nur als Dampf durch und funktioniert sonst ähnlich wie die erstgenannte Methode. Auch weitere Techniken könnten in Zukunft eine Rolle spielen. Wichtig sind die Verfahren alle. Momentan werden die großen Anlagen vor allem mit der erstgenannten Technik betrieben. Für eine größere Nachhaltigkeit bietet sich jedoch die zweite Technik an. Von Wassermangel sind vor allem ärmere Länder betroffen. Wären flächendeckende Methoden vorhanden, so müsste niemand mehr verdursten.
Quelle des Bildes: Jorg Hackemann – Fotolia

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Tipps zum Wasser sparen

Auch wenn bei uns keine Wasserknappheit herrscht, sollte man damit sparsam umgehen. Schließlich kostet Wasser Geld, und warmes Wasser zusätzlich noch viel Energie zum Erhitzen. Wasser lässt sich im Haushalt an vielen Stellen einsparen. Den Trend zum sparsamen Verwenden von Wasser belegen Wasserverbrauchsanalysen. Diese zeigen, dass der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Person deutlich zurückgeht. Hier einige Tipps, damit jeder seinen Verbrauch senken kann.

Keine Wasserverschwendung im Haushalt

Eine einzige Betätigung der WC-Spülung verbraucht in etwa die gleiche Wassermenge, wie einem Kind in den Entwicklungsländern täglich für waschen, trinken und kochen zur Verfügung steht. Durch die Nutzung moderner Spülkästen mit Start-Stopp-Taste lässt sich hier jedoch viel Wasser einsparen. Es sind auch Spülkästen mit einer kleinen und einer großen Taste, also für drei oder sechs Liter Spülwasser erhältlich. Hier sollte so oft wie möglich die geringere Menge des Spülwassers genutzt werden. Auch beim Händewaschen und Zähneputzen kann gespart werden. Während des Einseifens der Hände und dem Putzen der Zähne braucht kein Wasser zu laufen. Daher sollte stets darauf geachtet werden, dass der Wasserhahn rechtzeitig abgedreht wird. Beim Duschen verbraucht man erheblich weniger Wasser als beim Baden, deshalb sollte vor allem auf Vollbäder so weit als möglich verzichtet werden. Beim Duschen kann sogar noch zusätzlich durch den Einsatz eines Duschkopfes mit Wassersparfunktion gespart werden. Auch bei Waschmaschinen und Geschirrspülern lassen sich Unmengen an Wasser einsparen, wenn Spar- oder Kurzprogramme gewählt werden. Bei Neuanschaffungen solcher Haushaltsgeräte sollte besonders auf die Energiesparklasse geachtet werden. Tropfende Wasserhähne und undichte Toilettenspülungen müssen schnellstens repariert werden. Will man sich in solchen Fällen den Klempner sparen, spart man sicherlich an der falschen Stelle. Besonders bei der Zubereitung von Lebensmitteln wird unnötig viel Wasser verschwendet. Beispielsweise lässt sich Obst, Salat oder Kartoffeln genauso gut in einer Schüssel ohne fließendes Wasser säubern. Die Wassereinsparung hierbei summiert sich erheblich.

Auch im Garten kann Wasser gespart werden

Im Garten lassen sich ebenfalls große Mengen an Trinkwasser einsparen, wenn Regentonnen besorgt werden, das Regenwasser gesammelt und dieses zum Gießen verwendet wird. Desweiteren sind neuerdings auch Vorrichtungen erhältlich, mit denen das gesammelte Regenwasser für die Toilettenspülung in einem Gartenhäuschen genutzt werden kann. Pflanzen im Garten sollten zudem nicht bei großer Hitze gegossen werden, denn hierbei verdunstet ein großer Teil der Feuchtigkeit ohne den Sinn der Bewässerung vollbracht zu haben. Daher eignet sich das Gießen am besten in den Morgen- oder Abendstunden. Rasen braucht bei normalen Temperaturen überhaupt nicht bewässert werden. Nur bei übermäßiger und langer Hitze besteht die Gefahr, dass er austrocknet. Durch ein Bedecken des Untergrundbodens der Pflanzen mit Rindenmulch oder Kompost kann ebenso Gießwasser gespart werden, da diese Abdeckung den Boden kühl hält und er somit langsamer Feuchtigkeit verliert.

Wasser sparen macht Sinn

Zugegeben, einige dieser genannten Wasserspar-Maßnahmen sind etwas gewöhnungsbedürftig und erfordern eine Umstellung der eigenen kleinen Routinen. Bedenkt man jedoch, dass sich somit leicht viel Geld einsparen lässt, ist jeder sicher gerne dazu bereit, auf diese Maßnahmen zur Einsparung zu achten. Viel Wasser wird im Haushalt auch völlig überflüssig verbraucht, beispielsweise beim Waschen, denn hier wird am häufigsten unnötig die Waschmaschine für zwei Kleidungsstücke eingeschaltet. Auch bei Geschirrspülern sollte stets darauf geachtet werden, dass sie ganz gefüllt ist. Beachtet man diese genannten Tipps, ist es im Grunde ganz leicht, Wasser zu sparen.

Bild: LUCKAS Kommunikation – Fotolia

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