Die neusten Energiemodelle für die Umwelt

Die Kohlendioxyd-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent zu verringern, so lautet das Ziel des von der EU-Kommission vorgestellten »Energiefahrplan 2050«. Es gibt 4 Gestaltungsmöglichkeiten, mit denen das angestrebte Ziel erreicht werden kann. Für welche sich die einzelnen Länder der EU entscheiden, bleibt diesen selbst überlassen, solange der Emissionsausstoß bis zum angegebenen Datum vermindert wird. Die sogenannten »Hauptdekarbonisierungswege» sind die Erhöhung der Energieeffizienz, ein zu verantwortender Anteil der Kernenergie, eine Erhöhung der erneuerbaren Energien und die Trennung von Co2 bei der Verstromung.

Erhöhung erneuerbarer Energien/Anteil Kernenergie

Diese zwei Aspekte der Hauptdekarbonisierungswege sind besonders interessant zu vergleichen, weil es innerhalb der EU völlig unterschiedliche Wege gibt, diese einzusetzen. In Deutschland gibt es seit 2011 eine grundlegende Entscheidung zum Atomausstieg. Hier ist die BRD ganz klar Vorreiter in der EU. Um ein gegensätzliches Beispiel aus der EU zu nennen, sei Frankreich genannt. Die Französische Republik erzeugt fast 75% ihres Stromes durch Kernreaktoren und ein weiterer ist sogar in Bau. Aber ganz egal wie man sich in Europa zu diesem Thema entscheidet, bis 2050 müssen 55% des Energieverbrauchs über erneuerbare Energien abgedeckt werden können. Mit diesem Ziel wiederum ist die EU Vorreiter in der Welt. Ob es hier entsprechende Nachzügler gibt, wird sich zeigen.

Erhöhung Energieeffizienz/Trennung von CO2

Einer der größten „CO2-Sünder“ sind die Kohlekraftwerke zur Erzeugung von Strom. Hier muss eine Trennung der Verstromung von Kohle stattfinden. Eine moderne Speicherung von Strom durch regenerative Energien kann das möglich machen. Oft ist die Speicherung und nicht die Gewinnung des Stroms das »Problem«. Moderne Entwicklungen die dies bewerkstelligen, können den Strompreis im Laufe der nächsten 20 Jahre in die Höhe treiben. Um diesen Anstieg gering zu halten, ist Gas in der Lage eine solche Brückenfunktion einzunehmen. 40% des weltweiten CO2-Ausstoßes werden durch Gebäude verursacht. Das Energiesparpotenzial ist mit Modernisierungen in sehr großem Ausmaß gegeben. Auch bei der Energieeffizienz von Bauwerken ist Deutschland einer der Vorreiter. Stattliche Anreize können, neben den Kosteneinsparungen, bei den Immobilienbesitzern dafür sorgen, dass diese ihre Gebäude energieeffizient dämmen. Der Trend hin zum »Grünen-Haus« oder »Passivhaus« ist vor allem in Europa schon seit einigen Jahren vorhanden.

Energiemix

Jedem Land innerhalb der EU wird selbst überlassen, welchen Energiemix es für am besten hält. Ist die Einsicht zum Umdenken vorhanden, stehen, natürlich nicht nur den europäischen Ländern, die 4 Hauptdekarbonisierungswege zur Verfügung. Doch diese Frage muss jedes Land individuell für sich lösen, denn nicht jeder Energiemix ist bis 2050 auf alle Staaten anwendbar. Ist dieser Schritt gegangen oder in Planung, fehlt zur optimalen Vollendung ein intelligentes europaweites Energienetz. Um den CO2 –Ausstoß auf der Welt nachhaltig zu senken, darf es in Sachen Energietransport keine Landesgrenzen geben. Ob die ersten wichtigen Maßnahmen eingeleitet werden, wird schon in baldiger Zeit zu sehen sein.

Image: Thomas Otto – Fotolia

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