Energiegewinnung aus Wasserkraft

Wasserkraft gehört zu den erneuerbaren Energien. Die Entwicklung nachhaltiger Energieformen ist heute wichtiger denn je – dabei erhält die Wasserkraft einen besonders hohen Stellenwert. Schon in frühester Geschichte haben sich die Menschen Wasserkraft in Form von mechanischem Antrieb zu Nutze gemacht. Die Planung von Wasserkraftwerken sollte unter Betrachtung aller Gesichtspunkte erfolgen, auch der möglichen Nachteile.

Wasserkraft – für eine zukunftsorientierte Energiegewinnung

Um Energie aus Wasserkraft zu gewinnen, werden Wasserkraftwerke benötigt, die mittels Turbinen elektrischen Strom erzeugen, indem diese spezielle Generatoren antreiben. Der Aufwand dazu ist vergleichsweise gering – die Energiegewinnung dagegen äußerst hoch, daher ist diese Form der Energiegewinnung auch besonders ressourcenschonend. Welches Wasserkraftwerk letztendlich gebaut wird, richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten – ideal ist, wenn das strömende Wasser eines Fließgewässers genutzt werden kann, ohne dass ein zu hoher Fallunterschied mit Pumpen ausgeglichen werden muss. Bei der Stromerzeugung im Wasserkraftwerk geht sehr wenig Energie verloren, auch gehören die Kraftwerke zu den besonders langlebigen und amortisieren sich innerhalb einer ökonomisch sinnvollen Zeit. Speicherkraftwerke besitzen außerdem die Eigenschaft, gleichzeitig als Hochwasserschutz zu fungieren, da sie bei hohen Wasserständen regulierend wirken – was einen weiteren Vorteil für die Schifffahrt auf Flüssen bedeutet. In speziellen Wasserkraftwerken können Ebbe und Flut zur Energiegewinnung genutzt werden, auch die Meeresströmung kann mittels Unterwasserturbinen in Energie umgewandelt werden.

Zwischen Euphorie und kritischer Betrachtung: Die Nachteile von Wasserkraftwerken

Wenn Sie sich vor Ort ein Bild über die Veränderungen durch den Bau eines Wasserkraftwerks machen, werden Sie feststellen, dass in den natürlichen Lebensraum eingegriffen werden musste. Dabei können durchaus wertvolle, ökologische Nischen zerstört werden, wenn gleich sich die Planer bemühen, möglichst wenig in das natürliche Gleichgewicht einzugreifen. Doch alleine das Aufstauen eines Gewässers erfordert massives Eingreifen in die Natur – in manchen Fällen müssen sogar Umsiedlungen der Bevölkerung in Kauf genommen werden. Auch Fischbestände können unter dem Bau eines Wasserkraftwerks reduziert werden, selbst wenn versucht wird, die Schäden so gering wie möglich zu halten, beispielsweise durch das Erstellen von Fischpässen, damit die Fische bei ihren Wanderungen die unnatürlichen Hindernisse überwinden können. Nachteile muss auch die anliegende Landwirtschaft in Kauf nehmen, da nach dem Bau eines Wasserkraftwerks oftmals die umliegenden Ackerflächen und Wiesen durch Versandung nicht mehr genutzt werden können. Ein großer Nachteil liegt auch in der möglichen Verunreinigung des Grundwassers, die durch die hohe Flächenversiegelung nicht immer auszuschließen ist.

Gründliches Abwägen aller Gesichtspunkte als Entscheidungshilfe

Bei aller Freude über die technischen Errungenschaften zur nachhaltigen Energiegewinnung ist es wichtig, die Auswirkungen in Betracht zu ziehen, die beim Bau eines Wasserkraftwerks auf das gesamte Habitat entstehen. Der Bau einer solchen Anlage erfolgt unter den strengen Gesichtspunkten der Wasserrahmenrichtlinien, womit gewährleistet ist, dass kein ökologisch hochwertiges Areal großflächig zerstört wird. Eventuelle Nachteile – wie die Störung des natürlichen Fischzugs – müssen durch entsprechende Maßnahmen abgefedert werden. Unter Berücksichtigung des natürlichen Gleichgewichts jedoch ist die Energiegewinnung aus Wasserkraft ein äußerst umweltfreundliches und für die Nachwelt zukunftsorientiertes Energiekonzept, da sich die Gesamtbelastung erheblich reduziert. Außerdem ist Wasserkraft, trotz wetterbedingter Schwankungen der Wasserstandshöhe, dauerhaft verfügbar.

Urheber des Fotos: mirkofoto – FotoliaSimilar Posts:

Comments are closed.